HCE-Connection Abendanlass: Besichtigung "energia Zentralschweiz AG" in Perlen

Am Mittwoch 2. Dezember 2015 entflohen rund 30 HCE-Connection Mitglieder dem Advents- und Weihnachtsmarkttrubel. Es stand die Besichtigung der im Juni 2015 neu eingeweihten Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen, welche die KVA Ibach ersetzt, auf dem Programm. 

Um 18.00 Uhr wurden wir von zwei äusserst kompetenten Guides in Empfang genommen. Nachdem alle mit weissen Helmen und kleidsamen Leuchtwesten ausgerüstet waren, ging es auf die Besichtigungstour. Während knapp zwei Stunden erfuhren wir aus erster Hand viele technische Details und Wissenswertes über die zur Zeit modernste KVA der Schweiz. Besonderes Glück war, dass sich einer der beiden Brennöfen in Revision befand. So konnten wir sogar das Innenleben des Herzstücks der Anlage aus grösster Nähe betrachten. Die Renergia verarbeitet pro Jahr ca. 200‘000 Tonnen brennbaren Kehricht aus der gesamten Zentralschweiz. Die aus der Verbrennungswärme gewonnene Energie liefert sie an die benachbarte Papierfabrik Perlen sowie an den örtlichen Fernwärmeverbund. Die Synergieeffekte sind dementsprechend gross. All dies bewerkstelligt sie mit lediglich 30 Mitarbeitern. Die Gesamtbaukosten inkl. Bodenerwerb beliefen sich auf ca. 320 Millionen Schweizer Franken. Erstellt wurde die Anlage von einem iternationalen Baukonsortium unter dänischer Leitung. Dabei kamen auch erfreulich viele einheimische Unternehmungen als Lieferanten zum Zug.

Nach derart vielen Fakten zum Thema Kehricht brummte einigen der Schädel und die Mägen begannen hörbar zu knurren. Also ging es weiter zu Vital Kopp’s "Halten Treff" in Emmen, wo wir den äusserst gelungenen Abend bei einem phantastischen Stucki-Käsefondue mit Brot vom Bucher-Beck und reichlich Fendant ausklingen liessen.

Schlussendlich gilt es noch, einen alten Mythos zu entkräften: Altglas und Aluminium haben – auch in kleinen Mengen – nichts im Kehricht verloren.  Diese Substanzen verbrennen selbst bei Temperaturen jenseits von 1000 Grad Celsius nicht, sondern landen letztlich in einer Deponie.

Text: Oli Breitenstein