Rückblick – Eine Reise zurück ins Mittelalter: HCE-Connection Abendanlass vom

24. August 2016

Der traditionelle Abendanlass mit Partner/in führte uns dieses Jahr in die Stadt Luzern. Genauer gesagt zur frisch renovierten Museggmauer und ihren Türmen. Zur lockeren Einstimmung servierte Urs Bieri, Inhaber des Restaurants zur Ente und Connection-Mitglied, einen Apéro mit Häppchen und kühlem Bier oder Weisswein in seinem Lokal. Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen sagte kaum jemand Nein zu diesem verlockenden Angebot. Derart gestärkt, wanderte eine gut gelaunte Teilnehmerschar von über uns Ernst Widmer von der Firma Welcome Immobilien und gleichzeitig Stiftungsrat des Vereins zum Erhalt der Museggmauer mit drei weiteren fachkundigen Kolleg/innen bereits erwartete. Nachdem wir uns in vier Gruppen aufgeteilt und unseren Guide zugewiesen erhalten hatten, startete die eigentliche Musegg-Begehung: 

Als Teil der Erweiterung der mittelalterlichen Stadtbefestigung wurde die Museggmauer von den Bewohnern der Stadt Luzern vermutlich zwischen 1370 und 1420 in Fronarbeit erstellt. Die neun Türme und die Mauer mit Wehrgang dienten sowohl als Schutz vor äusseren Feinden als auch als Beobachtungspunkt mit Blickrichtung stadteinwärts. Namentlich Feuer, die immer wieder im Siedlungsgebiet ausbrachen, konnten so schnell entdeckt werden. Von den neun Türmen sind deren vier öffentlich zugänglich, die restlichen fünf sind an Zünfte oder Vereine vermietet. So ist beispielsweise der Nölliturm das Heim der Safranzunft, der Pulverturm wird von der Weyzunft genutzt. Mauer und Türme sind während neun Jahren liebevoll restauriert worden, Ende 2015 waren die Arbeiten abgeschlossen.

Finanziert wurde dieses Grossprojekt mit einem Volumen von ca. 12 Millionen Franken durch die Stiftung Musegg, die Stadt Luzern und zahlreiche private Gönner. Das Resultat kann sich sehen lassen: Die Mauer und die Türme erstrahlen in neuem Glanz und gelten zu Recht als Wahrzeichen der Stadt Luzern. Zudem bieten sie Lebensraum für zahlreiche seltene Vögel, Reptilien und Pflanzen. Selbstverständlich liessen wir es uns nicht nehmen, den Schirmer-, Zyt- und Wachtturm zu besteigen. Eine schweisstreibende aber absolut lohnenswerte Angelegenheit! Wir wurden mit atemberaubenden und für viele Teilnehmer ungewohnten Ausblicken auf die Stadt Luzern entschädigt. Besonders eindrücklich war die Ausstellung der alten Turmuhren im Zytturm und der weite Blick von der Spitze des Wachtturms, wobei das tolle Wetter mit hervorragender Fernsicht wesentlich dazu beitrug.

So viele Treppenstufen erklimmen sorgt für gehörig Hunger und Durst – und man lebt schliesslich nicht von der Kultur allein. Also ging es nach der Führung wieder zurück in die Altstadt, zum Rathaus, wo in den prächtigen holzgetäferten Vor- und Lesezimmersälen Enten-Patron Urs Bieri und seine Crew mit einem wunderbaren "Apéro très riche" auf uns warteten. Eckhard Schwöbel spendierte dazu sein feines Rathausbier – Herz was willst du mehr! Die Lebensgeister kehrten wieder zurück, so dass viele, nachdem das Rathaus seine Tore geschlossen hatte, den Abend gemütlich im Restaurant Ente ausklingen liessen.

Ein grosses Dankeschön gebührt Ernst Widmer und seinen kompetenten Musegg-Führer/innen, dem Team des Restaurants Ente und selbstverständlich allen Teilnehmer/innen. Sie alle machten mit ihrem Enthusiasmus und ihrer guten Laune den Anlass zu einem unvergesslichen Erlebnis. Und dass Petrus mit Bilderbuchwetter an unseren Anlässen immer mitspielt, ist für die HCE-Connection schon bald eine Selbstverständlichkeit…

Text: O. Breitenstein/Fotos: René Studer