News von Handball Emmen



Herren Nationalliga B – Handball Emmen nach 6 Meisterschaftsrunden


Die Meinung des Trainers:

Nach einer intensiven Vorbereitungszeit folgte das erste Meisterschaftsspiel auswärts gegen den letztjährigen Absteiger TV Endingen. Dieses Startspiel war beste Gelegenheit zu sehen wo unser Team steht.

Die ersten 30 Minuten waren ganz passabel und danach war es vorbei mit der Herrlichkeit. Die Müdigkeit vom vorhergehenden Trainingslager war noch in allen Beinen. Dazu fehlte es an der nötigen Spritzigkeit.

Wegen des intensiven Trainingslagers war das eigentlich zu erwarten. Dies und die Gewissheit, dass wir eine Runde später zum ersten Heimspiel unbedingt bereit sein wollten, gab uns Sicherheit und auch zusätzlich Mut, in der zweithöchsten Liga mithalten zu können.

Das Heimspiel gegen HS Biel krönten wir dann auch mit einem Sieg! Trotzdem zeigte uns dieses Siegspiel, dass wir in Zukunft weiterhin hart an und mit uns arbeiten und vor allem die «kleinen Dinge» besser machen müssen.

Trotz der nicht einfachen Suche nach einem Spieler auf der Rückraumposition rechts, ist es uns gelungen, zwischenzeitlich mit Luka Kovacevic einen Spieler zu engagieren, der zu uns passt – sowohl in charakterlicher wie auch in sportlicher Hinsicht! Für unser Team, für den Verein und die Zuschauer ist dieser Spieler ein Gewinn. Ich bin überzeugt, Luka wird uns noch viel Freude bereiten.

Allerdings, und das ist sehr wichtig, er muss unbedingt an seiner Physis arbeiten und auch die Automatismen mit ihm müssen sich zuerst einspielen. Nach dieser Eingewöhnungszeit wird L.K. bestimmt ein wichtiger Teil werden für das Team – dies um vor allem auch die weitere Entwicklung des Teams vorantreiben zu können.

Mit den 2 Punkten aus dem Spiel gegen Biel reisten wir entschlossen zum TV Birsfelden. Nach einem intensiven Spiel verloren wir trotz einer guten Leistung. Die eigenen Fehler waren dann in der Summe einfach zu viel, und die rote Karte gegen Luka half auch nicht weiter…

Im Heimspiel gegen den Aufstiegsfavoriten aus Stäfa wollten wir zeigen, dass wir es besser können als bei der letzten Niederlage. Das Spiel verlief dann absolut wunschgemäss und zur Pause lagen wir mit 2 Toren im Vorsprung! Manch einer rieb sich die Augen! Es war ersichtlich, die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg. Jedoch, in der 2. Hälfte zeigte sich, was Erfahrung und Routine ausmachen. Ich bin mir jedoch sicher, wir lernen in jedem Spiel dazu! Ganz unter dem Motto «Manchmal gewinnt man, manchmal lernt man».

Nach einem Wochenende ohne Spiel (dafür mit einem zusätzlichen Samstagtraining) war genügend Zeit vorhanden, um weiter an uns zu arbeiten – wir möchten ja besser werden.

Das ist das, was uns noch fehlt: Mehr Trainings und gewisse Dinge als Normalität anzusehen! Wie zum Beispiel, wenn kein Spiel ansteht, einfach zu trainieren und den Leistungsgedanken und die Mentalität weiter zu fördern. Oder anders ausgedrückt, mehr, viel mehr zu machen. Wenn das einmal in den Spielerköpfen ist und im Team und im Verein auch gelebt wird, gelingt es uns, solche Spiele, wie in Birsfelden oder gegen Steffisburg, zu gewinnen!

Es fehlt nicht allzu viel um mithalten zu können. Wir befinden uns sicher auf dem richtigen Weg. Die Verantwortlichen im Umfeld des Teams leisten eine ganz tolle Arbeit. Die Spieler müssen das nun einfach umsetzen und konstanter werden. Es ist jetzt ausserordentlich wichtig, in Ruhe weiter zu trainieren um besser zu werden. Wichtig ist ebenfalls im ganzen Teamaufbau das Vertrauen zum Nebenmann zu finden, die Torhüter besser zu unterstützen, in der Abwehr aggressiver zu sein, Ruhe und Geduld zu finden im Spiel und den Gegenstoss besser auszunützen. Mit den vielen jungen Spielern haben wir dazu die besten Voraussetzungen.

Ja, und dann das 6. Spiel. Wir haben uns gegen die Kadetten aus Schaffhausen gut vorbereitet und wollten eigentlich die Niederlage in Steffisburg ausmerzen. Nur, wir waren nicht fokussiert wie es sein sollte.

Schnell gerieten wir mit 3 Toren in Rückstand. Zu lange brauchten wir, bis endlich der Rhythmus da war. Wir kämpften und holten Tor um Tor auf. Schlussendlich stoppten uns die vielen eigenen Fehler. Geduld und Disziplin fehlten einfach um gegen ein Team wie die Kadetten zu punkten. In der Abwehr waren wir zu wenig schnell (dies auch im Kopf) und zu pomadig. Es entwickelte sich ein Spiel für die Zuschauer. Kadetten wirft ein Tor, dann wir wieder, usw. Wer weniger Fehler macht, gewinnt zum Schluss.

So kann man nicht zufrieden sein. Es liegt immer ein wenig an vielen kleinen Dingen. In der Summe ergibt sich dann die Niederlage. Im entscheidenden Moment fehlt eben dann auch die Mentalität und der Spirit, um den Gegner unter Druck setzen bzw. um unsererseits dann Gegenstösse laufen zu können.

Insbesondere muss sich auch die Abwehrarbeit weiter verbessern, sowohl individuell wie auch im Verbund als Team!

Es gilt nun, in der bevorstehenden Spielpause aus diesen Fehlern zu lernen bzw. die Fehler auszumerzen um im nächsten Spiel die Fortschritte wieder zeigen zu können! Die Arbeit geht uns nicht aus!

«Geben wir unserem Team weiterhin die Chance sich zu zeigen und seien wir dabei Vorbilder, wenn es darum geht, den Handball in Emmen zu repräsentieren».


Heinz Fuhrimann, Trainer Herren NLB